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SCHWANGERSCHAFT

geschrieben vondoc3



Das Leben einer Frau ändert sich schlagartig, sobald sie feststellt, dass sie schwanger ist. Sie ist nicht mehr nur für sich, sondern auch für ein anderes Leben verantwortlich. Die Schwangerschaft ist keine Krankheit in sich, aber man sollte etwas kürzer treten und sich nicht mehr so viel zumuten.

Sonnenbaden

Prinzipiell ist der Sonnengenuss der werdenden Mutter in Maßen für das Kind unproblematisch, aber ausgiebige Sonnenbäder können beiden schaden. Die UV-Strahlung ist nicht direkt gefährlich für das Baby, sondern eine möglicherweise zu starke Erwärmung des Körpers der Mutter. Ihr Körper darf sich nicht längere Zeit auf mehr als 39 Grad Celsius erwärmen, sonst werden ihr Organismus und dadurch auch das Kind zu sehr belastet. Außerdem kann sich durch die Hormonumstellung die Haut schneller röten und neigt zudem stärker zu unschönen Pigmentflecken. Also das schöne Wetter lieber im Schatten genießen.

Arbeiten

Mit wachsendem Bauch wird das Arbeiten immer anstrengender. Auch Bürotätigkeiten gehen schwerer von der Hand, denn durch das lange Sitzen am PC, meist in unbequemer Position, tut der Rücken schnell weh. Hier hilft es, zwischendurch immer mal aufzustehen und sich etwas zu lockern. Bei starken Beschwerden kann eventuell auch mit dem Chef über eine Kürzung der Arbeitstage beziehungsweise der täglichen Stunden verhandelt werden. Der Gesetzgeber hat durch das Mutterschutzgesetz den werdenden Müttern während der Schwangerschaft und in den Monaten nach der Geburt sowieso einen besonderen arbeitsrechtlichen Schutz zu gewähren.

Sport

In der Schwangerschaft Sport zu treiben und etwas für die körperliche Fitness zu tun, ist eine gute Idee. Aber auch hier gilt wieder: Nicht zuviel und vor allem in gemäßigtem Tempo. Joggen, Schwimmen oder Radfahren beispielsweise sind Sportarten, die körperlich fit machen, aber bei denen man sich nicht zu sehr verausgabt. Ganz abzuraten ist von Tauchen, denn dabei entstehen kleine Gasbläschen im Blut, die normalerweise über die Lungen ausgeschieden werden, beim Fötus ist dies allerdings noch nicht möglich. Ebenfalls problematisch sind Sportarten mit erhöhter Verletzungsgefahr, wie Reiten oder Inline-Skaten, denn dann besteht die Möglichkeit einer vorzeitigen Plazentaablösung.

Ab und zu mit Vergnügen, aber nicht grundsätzlich. Denn heute weiß man, dass vieles dafür spricht, auch in der Schwangerschaft Sport zu treiben, immer vorausgesetzt, Mutter rund Baby geht es gut. Besonders empfehlenswert: alles was die Kondition verbessert. Denn eine Schwangerschaft ist eine sportliche Herausforderung für den Körper einer Frau.: Die Entwicklung des Ungeborenen erfordert die Zusammenarbeit aller körpereigenen Systeme, genauso, wie es auch alle sportlichen Aktivitäten tun. Herz-Kreislauf, Stoffwechsel, Atmung und der gesamte Bewegungsapparat werden in diesen 40 Wochen verstärkt beansprucht.

Die ideale Ergänzung zu dieser Herausforderung sind Ausdauersportarten, weil sie Energie liefern, Stress abbauen helfen und das Durchhaltevermögen sowie Selbstvertrauen steigern - ideal im Hinblick auf das Finale: die Geburt.

Kaffee, schwarzer Tee und Cola

"Koffein-Junkies" sollten sich während der Schwangerschaft zurückhalten, maximal 300 Milligramm pro Tag sind in Ordnung. Das entspricht circa drei Tassen Kaffee, sechs Tassen Tee oder vier Gläsern Cola täglich. Das Hauptrisiko bei zu hohem Koffeinkonsum ist ein niedrigeres Geburtsgewicht des Babys.

Koffein und Teein erhöhen die Gefahr einer Fehlgeburt doch in geringer Menge sind sie kein Problem. Ein bis drei Tassen Kaffee, Tee oder Cola am Tag (insgesamt) sollten Ihrem Kind nicht schaden.

Kaffee, Kakao, schwarzer Tee, Cola und Energydrinks gehören zu den verbotenen Lebensmitteln, da sie Koffein enthalten. Dieses birgt für das Ungeborene ein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen, Fehlgeburten und Wachstumsstörungen. Mehr als zwei Tassen Kaffee am Tag sollten es daher nicht sein. Alternativ können Sie Fruchtsäfte, Wasser oder entkoffeinierten Tee und Kaffee trinken.


Fleisch und Fisch

Werdende Mütter sollten kein rohes Fleisch zu sich nehmen, statt blutig oder rosa sollte es immer gut durchgebraten sein, sonst besteht die Gefahr einer Toxoplasmose-Erstinfektion. Eine Toxoplasmose-Infektion kann beim ungeborenen Kind zu einem sogenannten Wasserkopf, einer Gehirnentzündung und Leberentzündung führen. Schwangere, die ganz sicher gehen wollen, können sich bei ihrem Arzt auf Antikörper testen lassen. Wenn sie bereits Antikörper haben, besteht keine Gefahr für den Fötus. Auch bei Fisch sollten werdende Mütter vorsichtig sein, denn einige Sorten wie beispielsweise Schwertfisch, Marlin oder Thunfisch können mit Quecksilber belastet sein, was sich schädlich auf das Nervensystem des Babys auswirkt.

Roher Fisch und rohes Fleisch sind in der Schwangerschafttabu, da sie mit Listerienoder Toxoplasmose-Erregerninfiziert sein können. Bestimmte Fischsorten (z.B. Thunfisch, Heilbutt, Rotbarsch, Aal) können außerdem mit Quecksilber belastet sein.

Fisch und Fleisch sollten Sie daher nur gut gegart oder gebraten genießen. Waschen Sie sich außerdem nach dem Umgang mit rohen Lebensmitteln die Hände.

Verzichten Sie in der Schwangerschaft auf den Genuss von Leber, da hier das Risiko einer Vitamin-A-Überdosierung besteht.

Streichen Sie in der Schwangerschaft Ernährung mit Hackfleisch, Mett, Tatar oder Carpaccio vom Speiseplan genauso wie rohe Pökelwurstwaren und Rohschinkensorten. Es ist ratsam auf Graved Lachs, kaltgeräucherte Fischwaren, Feinkostsalate und Sushi zu verzichten. Fleisch und Fisch sollten nur gut gegart oder gebraten genossen werden.

 
Rohmilch-Käse

Rohmilch-Produkte enthalten Listerien, also Bakterien, die eine sogenannte Listeriose auslösen können. Listeriose ist eine Lebensmittel-Infektion, die vor allem für alte und ganz junge Menschen, aber auch für Ungeborene gefährlich werden kann. Die Heidelberger Ruprecht-Karls-Universität gibt auf ihrem Merkblatt zur Vermeidung einer Listeriose in der Schwangerschaft folgende Nahrungsmittel als besonders risikobehaftet an: Wurstaufschnitt, Salami, Wurst- und Fleischpasteten, Speisen, die nach dem Kochen lange (mehr als 24 Stunden) aufbewahrt wurden, rohes Fleisch (Tartar), vorgefertigte Sandwiches, angebrochene Mayonnaisen und Salatdressings, rohe Milch und deren Produkte, Weichkäse wie Romadur, Roquefort, Camembert, Brie (vor allem die Rinde davon), Frischkäse (Ricotta, Feta), Muscheln und andere Meeresfrüchte.

Milch und Milchprodukte wie Käse, Quark oder Joghurt gehören in den täglichen Speiseplan einer werdenden Mutter, allerdings nur aus pasteurisierter Milch. In der Schwangerschaft ist Ernährung mit Produkten aus Rohmilch streng untersagt, achten Sie auf den Vermerk „aus Rohmilch hergestellt“. Bakterien siedeln sich bei jedem Käse gerne auf der Rinde an, daher ist es ratsam diese zu entfernen, auch bei Weichkäsen wie etwa Camembert. Welche Käsesorten fallen raus, was darf man in der Schwangerschaft nicht essen? In jedem Fall Rotschmierkäse, wie Münster oder Limburger, sind während dieser Zeit zu meiden.


Alkohol

Schwangere sollten gar keinen Alkohol trinken, denn die gleiche Menge konzentrierten Alkohols, die bei der Mutter ins Blut geht, wird auch auf das ungeborene Kind per Nabelschnur übertragen. Auch schon geringe Mengen können bereits zu Wachstumsverzögerungen und zu Störungen der Organ- und Gehirnentwicklung des Kindes führen.

Dass Alkohol in der Schwangerschaft dem Kind schaden kann, ist den meisten Eltern bekannt. Strittig ist jedoch weiterhin, ob es in geringen Maßen (kleines Glas Sekt zum Geburtstag usw.) unproblematisch ist. Die meisten Experten raten in der Schwangerschaft zu absoluter Abstinenz. Schon bei wenig Alkoholgenuss in der Schwangerschaft kann die Intelligenz und die Entwicklung des Babys negativ beeinträchtigt werden. Größere Mengen Alkohol oder Hochprozentiges können sogar lebenslang schwere Schäden beim Ungeborenen verursachen.

Wenn Sie die Schwangerschaft noch planen, sollten Sie am Besten schon vorher auf Alkohol verzichten, so erhöht sich auch die Chance, schwanger zu werden. 
Falls Sie jedoch in den ersten zwei Schwangerschaftswochen Alkohol zu sich genommen haben weil Sie von Ihrer Schwangerschaft noch nichts wussten, können Sie beruhigt sein: Ihr Baby war in dieser Zeit noch nicht mit Ihrem Blutkreislauf verbunden.

Problematisch wird es, wenn aus medizinischen Gründen ein Medikament verschrieben wird, das Alkohol enthält - dies ist oft bei Tropfen der Fall. Hier muss mit dem Arzt Nutzen und Risiko abgewogen werden, wenn die Medikamente nicht in einer anderen Darreichungsform verfügbar sind.


Rauchen/Passivrauchen

Werdende Mütter sollten, falls sie normalerweise rauchen, unbedingt damit aufhören, denn Rauchen kann das Wachstum des Babys nachteilig beeinträchtigen und zu einem erhöhten Risiko von Fehl- beziehungsweise Frühgeburten führen. Kinder von Raucherinnen wiegen bei der Geburt durchschnittlich 200 Gramm weniger und sind wesentlich anfälliger für Infekte. Selbst passiver Rauch ist bereits schädlich für das Ungeborene.

 
Lärm auf Konzerten und Partys

Lärm und laute Geräusche bekommt das Baby im Bauch bereits mit und kann dadurch erschreckt oder gestresst werden, von daher sollten Schwangere sich weit von der Konzertbühne entfernt aufhalten beziehungsweise extrem laute Veranstaltungen besser meiden.